Schlusswort zur Gründungsversammlung

Am 02.03.2020 war es nach langer Vorbereitung endlich so weit: DOS wurde gegründet und der erste Vorstand wurde gewählt. Im Anschluss der Gründungsversammlung richtete die neue gewählte Vorsitzende Nadja Reigl mit folgenden Worten an die Anwesenden:

DOS wäre erstmal geschafft!

Portrait Nadja Reigl

Nadja Reigl

„So – DOS wäre erst mal geschafft!
Und dass man über unseren Namen ziemlich dumme Witze machen kann, haben wir ja selbst schon gemerkt. Zum Glück machen einige von uns hin und wieder ja selbst recht gerne dumme Witze.

Aber mal im Ernst:
Den ersten großen Meilenstein in der Geschichte unserer Partei haben wir gerade eben, mit dieser Gründungsversammlung, tatsächlich endlich gelegt!  Und ich weiß, alle, die daran beteiligt waren, wissen, dass das eine ganze Menge Arbeit war. Vielen, vielen Dank für die unzähligen Stunden, die Ihr schon jetzt alle in dieses Projekt investiert habt.

Viele Menschen haben mich und uns vorab gefragt:
Braucht es denn wirklich noch eine neue Partei? Sollte es nicht langsam genug geben?

Ich konnte bisher auf die zweite Frage immer nur mit einem „nein“ antworten – es gab noch nicht genug Parteien.Für mich war nämlich noch immer keine dabei, die wirklich die Utopien und Ziele hatte, die ich gerne gewählt hätte. Und darum kann ich auf die erste Frage auch nur ganz klar mit einem „ja“ antworten – es braucht noch eine neue Partei!

Die Mischung macht’s

Denn auch wenn wir das Rad vielleicht nicht neu erfinden werden: Unsere Mischung macht‘s!

Natürlich haben bereits existierende Parteien schon viele gute Ideen gehabt, aber irgendwie schaffen sie es dann doch alle, an anderer Stelle ziemlich schlechte Ideen zu haben. So schlecht, dass wir sie nicht unbedingt wählen möchten. Und wie sagte kürzlich jemand zu mir? „Ich hatte mich eigentlich schon entschieden, im September nicht zu wählen, aber jetzt überlege ich mir das nochmal!“

Darum ja: Wir brauchen noch eine neue Partei!

Wird DOS nun also die Partei sein, auf die alle nur gewartet haben? Nein, das wird sie nicht. Wir sind keine „Partei der Mitte“ und streben das auch gar nicht an. Denn diesen Titel beanspruchen nun tatsächlich bereits genug Parteien.

Links von der Mitte

Wir stehen links von der Mitte und schämen uns auch nicht, das zu sagen.

Und wir sprechen wohl auch nicht das Gros der Leute an, aber wir sprechen Leute wie uns an. Und von denen gibt es gar nicht mal so wenige. Auch die brauchen eine Stimme in den Parlamenten. Heißt das, wir machen nur Politik für einen kleine Gruppe von Menschen? Nein, auch das stimmt so nicht. Wir wollen eine Zukunft mitgestalten, die für alle lebenswert ist. Denn am Ende profitieren sogar Klimaleugner von sauberer Luft.

Und so unerfahren und naiv, wie das jetzt vielleicht klingen mag, sind wir ja tatsächlich gar nicht!Auch wenn uns das schon ein paar Mal vorgeworfen wurde: Ja, manche von uns kennen sich noch aus der Zeit in einer anderen Partei.

Das bedeutet aber auch, dass wir zumindest halbwegs wissen, was wir da gerade tun. Wir haben bereits parlamentarische Erfahrungen gesammelt, viel gelernt und uns weiter entwickelt. Wir haben eine ganze Menge über Bürokratie und Anträge gelernt, darüber wie andere Parteien arbeiten, darüber, wie man mit seinen Mitmenschen lieber nicht umgehen sollte, und auch darüber, mit welchen Mitmenschen man möglichst gar nicht umgehen sollte.

Ein neuer Anfang

Aber obwohl nun also schon das eine oder andere hinter uns liegt:
Das hier ist jetzt ein neuer Anfang, und das war heute nur der erste Meilenstein. In den kommenden Monaten liegt noch eine ganze Menge vor uns.

Im September stehen die Kommunalwahlen an. Und in den Städten, in denen uns das personell bereits möglich ist, möchten wir gerne Listen für die Räte und Kandidaten und Kandidatinnen für die Bürgermeisterwahlen aufstellen. Diese Menschen müssen aber erst einmal gewählt werden. Wir brauchen Wahlprogramme, die auf unseren Axiomen basieren.
Es müssen Unterstützerunterschriften gesammelt werden, damit wir dann auch wirklich auf den Wahlzetteln stehen. Wahlkampf muss gemacht werden.

Ja, natürlich ist das ein ambitioniertes Vorhaben! Aber Politik sollte doch wohl auch ambitioniert sein?! Wir sind es jedenfalls!

DOS wird richtig gut!

Selbst wenn am Ende nicht alles direkt so klappen sollte, wie wir uns das vorgestellt haben, – wenn ich mich hier so umsehen, kann ich mit Sicherheit sagen, dass wir eine ziemlich kompetente Truppe aufgestellt haben! Und wir werden so schnell nicht wieder aufgeben!

Und darum danke – danke, für das, was bereits hinter uns liegt. Und danke für das, was wir uns nun gemeinsam vorgenommen haben und auch gemeinsam durchstehen werden. Ich bin sehr, sehr stolz, dass ich ein Teil von all dem sein darf.

Ich glaube, DOS wird richtig gut!

Danke schön für Eure Aufmerksamkeit!“