Themenabend Obdachlosigkeit mit schönem Nachspiel

Mit den virtuellen Themenabenden hat unsere Partei eine Veranstaltungsreihe begründet, die es uns ermöglicht uns auch während der Corona-Pandemie zu verschiedenen Themen fortzubilden und politische Arbeit zu betreiben. Besonders haben wir uns darüber gefreut, dass unser erster Themenabend, mit dem Fokus auf Obdach- und Wohnungslosigkeit im Allgemein und während der Coronapandemie, nicht nur ein Erfolg war, sondern auch ein schönes Nachspiel hatte.

Als virtuelle Podiumsgäste hatten wir Gesa Harbig – Netzwerkoordinatorin der Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V. dem Verein hinter der Einrichtung Gast-Haus statt Bank und Thomas Bohne, von der Zentralen Beratungsstelle für wohnungslose Menschen – Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH, geladen. Die Moderation wurde von mir zusammen mit meinem Parteikollegen Michael Kailuweit durchgeführt. Sowohl unsere virtuellen Podiumsgäste als auch die Moderation waren mit Bild und Ton zugeschalten und damit fast wie vor Ort für das virtuelle Publikum sichtbar. Unser virtuelles Publikum hat sich per Ton und Chat an den immer wieder eingestreuten Frage- und Diskussionsrunden beteiligt.

Im Laufe des Abends haben wir die verschiedenen und vielfältigen Herausforderungen, denen sich das Gast-Haus und die Diakonie stellen müssen, beleuchtet. Viele Probleme existierten dabei bereits vor Corona und es ist deutlich geworden, dass sowohl die Stadt Dortmund als auch das Land NRW wesentlich mehr Arbeit und Geld in die Prävention von Wohnungs- und Obdachlosigkeit investieren muss. Mit der Corona-Pandemie hat sich die Situation noch einmal verschärft, denn wie üblich werden Obdach- und Wohnungslose nicht mitgedacht und das selbst bei so einfach lösbaren Problemen wie der Maskenpflicht.
Die Durchsetzung der Maskenpflicht an immer mehr Orten ist natürlich extrem sinnvoll um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen und möglichst viele Kranke mit potentiellen Spätfolgen, sowie Todesfälle zu verhindern. Doch nicht jeder Mensch besitzt die ausreichenden Mittel um sich mit einem ausreichenden Vorrat an Masken einzudecken. Hier hätten Stadt und Land von Anfang an unterstützen müssen. Stattdessen versucht beispielsweise das Gast-Haus seine Gäste über Spenden mit Masken zu versorgen. Dieser Punkt der Diskussion war das Stichwort für Michael Kailuweit, der sich direkt mit der „Apotheke an der Wasserburg“ in Verbindung gesetzt hat um eine Spende von 500 Masken abzusprechen um zumindest pragmatisch zu helfen, wenn unser Sozialstaat seine Aufgaben nicht erfüllt.

Hier sind wir auch bei unserem schönen Nachspiel, denn wir freuen uns sehr, heute die 500 Masken beim Gast-Haus abgeliefert zu haben!

Doch so sehr uns es hier freut pragmatisch zu helfen: langfristig müssen wir die zugrundeliegenden Probleme grundsätzlich lösen. Kurzfristig, in dem wir sowohl auf städtischer als auch auf der Landesebene die Unterstützung von Obdach- und Wohnungslosen verstärken, langfristig in dem wir viel stärker auf präventive Maßnahmen setzen. Viele Konzepte sind bereits da und werden von ehrenamtlichen Organisationen erprobt. Wir benötigen nur noch den politischen Willen diese Konzepte in größerem Maßstab ein- und umsetzen. Genau der Wille, mit Hilfe von Politik Veränderungen voranzubringen, ist einer der Punkte die uns als DOS Partei antreibt.