Wahlprüfsteine Friday for Future

Klimaschutz Wahlprüfsteine der Friday for Future Ortsgruppe Duisburg. Die Fragen 1-10 waren Entscheidungsfragen (ja – nein – keine Angabe – Jahreszahl). Die Fragen 11-13 waren Freitextfragen begrenzt auf ca. 850 Zeichen.

1.      Bis wann möchten Sie Duisburg zur Klimaneutralität führen?

2030

2.      Ist für Ihre Partei ein kostenloser ÖPNV in Duisburg denkbar?

Ja

3.      Möchte sich Ihre Partei für eine autofreie Innenstadt einsetzen?

Ja

4.      Würden sie auf mehrspurigen Straßen eine Fahrspur zu einer sogenannten „protected bike lane“ umwandeln?

Ja

5.      Halten Sie ein Tempolimit von 30 km/h innerorts für sinnvoll?

Ja

6.      Ist ihre Partei dafür, die Baumschutzsatzung wieder einzuführen?

Ja

7.      Ist Ihre Partei dafür, den Klimanotstand in Duisburg auszurufen?

Ja

8.      Möchten sie die Schulen dazu verpflichten, in den Mensen gleichwertige vegetarische und vegane Alternativen anzubieten?

Ja

9.      Möchte Ihre Partei ein eigenständiges Umweltdezernat einrichten?

Ja

10.   Bis wann möchte Ihre Partei das Kohlekraftwerk in Walsum abschalten?

2030

11.    Duisburg ist eine Industriestadt und wichtiger Standort der Stahlindustrie. Wie möchten Sie diese Industrie und den Hafen auf die zukünftigen Herausforderungen auf dem Weg zur Klima-neutralität vorbereiten?

Erneuerbare Energien konsequent anwenden und Effektivität weiter steigern. Die neue Befeuerungstechnik thyssenkrupp Steel reicht nicht aus, außerdem sollten Überproduktionen vermieden werden, in Anbetracht der sinkenden Nachfrage von PKW. Der Hafen kann auf seinen Hallendächern ggf. auch Wände mit Solarthermie mindestens jedoch Fotovoltaik-Anlagen Energie erzeugen und diese z.B. der Industrie zur Verfügung stellen. Für ein besseres Stadtklima sollten alle Dächer zusätzlich begrünt werden. Der Schienen- und Schiffstransport muss forciert werden. Schiffe mit veraltetem Diesel-Antrieb zahlen höhere Anlegegebühren. Die Lagerkosten für Produkte, die in naher Region bereits produziert werden, werden deutlich angehoben, z.B. bei tonnenschweren Stahlblechrollen aus fernen Ländern.

12.    Welche konkreten klimapolitischen Maßnahmen wollen Sie in den kommenden Jahren in Duisburg umsetzen?

ÖPNV qualitativ verbessern und bis hin zu ticketfrei. Flächenschutz und Erweiterung von Grünflächen und Kaltluftschneisen. Dachbegrünung und Solarthermi und Fotovoltaik fördern. Steingärten und Flächenversiegelung mit hohen Gebühren versehen. Für Neubauten sollten Anreize geschaffen werden, damit die Haus-Längsseite dem Süden zugewandt ist. Erholungsgebiete müssen aufgewertet und Urban Gardening unterstütz werden. Im Rahmen der IGA2027 können die Fahrradverkehrswege so ausbebaut werden, dass Fahrrad-Rikschas und Lastenräder problemlos fahren können. Vor mehrstöckigen Häusern, die keinen Unterstellplatz für Fahrräder haben, werden abschließbare Fahrradboxen angeboten. In der Innenstadt und den Stadtteilzentren werden vermehrt Fahrradstellplätze errichtet, zudem bewachte

13.    Weitere Anmerkungen:

Alle Wege werden auf Fußgängerfreundlichkeit überprüft und entsprechend angepasst. Die Ladeinfrastruktur (Wasserstoff und Strom) wird ausgebaut. Liefer-Verkehre werden optimiert, indem pro Stadtteil nur ein Lieferant tätig sein darf. Der LKW-Verkehr zum Logistikhafen wird mit digitalem Kontrollsystem so gesteuert, dass Duisburger und Duisburginnen in Ihren Wohngebieten verschont bleiben. Gleichzeitig wird der LKW-Verkehr digital erfasst, um den Logistikhafen angemessen an den Straßen-Reparaturkosten zu beteiligen. Ein weiteres Ziel ist die schnellstmögliche Trennung von Aktienbeteiligung an fossilen Unternehmen und die Förderung von Bürger-Genossenschaften, um mit den Stadtwerken zusammen zu arbeiten. Ein jährliches Monitoring der Maßnahmen und Klimabilanz der Stadt wird jeweils vor den Haushaltsdebatten vorgestellt.

 

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